Gerade bekommen Sie die Freigabe zum Druck der neuen
Infobroschüre ihres Kunden. Das Logo mit der neuen Firmenfarbe
haben Sie Ihrem Kunden zur Ansicht vorab ausgedruckt. Ihr
kalibrierter Drucker macht das auch ganz anständig, war ja
schliesslich nicht billig. Also auf zur Druckerei, Auftrag erteilt und
den Ausdruck zur Sicherheit mitgegeben.
Noch beim Gehen denken Sie: “Na hoffentlich kriegen die das Blau
auch so hin....”. Eine Woche später, der druckereieigene Kurier steht
vor der Tür und bringt die Kartons mit den neuen Hochglanzbroschüren.
Gespannt ritzen Sie mit ihrem Schlüssel das Klebeband
eines Kartons ein und schon blitzt Ihnen das Firmenlogo entgegen.
Oh Schreck - Das schöne Blau hat einen Lilastich bekommen!
Was nun?
Aufgebracht rufen Sie die Druckerei an und berichten von ihren
Sorgen. Doch dort heisst es nur: “Naja, ihren Ausdruck hatten wir
schon, aber wir drucken ja auf ganz anderem Papier und verwenden
andere Farben. Da kann es durchaus zu kleinen Abweichungen
kommen. Leider können wir daher nichts für Sie tun.”
Frustriert legen Sie den Hörer auf und versuchen anschliessend Ihren
Kunden zu überreden, die Broschüren gegen einen Preisnachlass
trotz Lilastich abzunehmen.
Der MedienStandard Druck definiert in Deutschland die Vorgaben
und Toleranzen für den digitalen Kontraktproof. Er sorgt dafür, dass
ein Proof mit einem Farbmessgerät kontrolliert werden kann. So
kann festgestellt werden, ob die Vorgaben eingehalten wurden. Der
MedienStandard Druck ist die Voraussetzung für
firmenübergreifende Proofstandards und ermöglicht eine flüssige
Zusammenarbeit zwischen Agentur, Druckvorstufe und Druckerei.